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16.01.2018

Wunderbare Lauberhornrennen nach heftigem Sturm

Zuerst hinterliess ein massiver Föhnsturm in der Rennwoche grosse Schäden, dann ermöglichten die grossartigem Helfer drei Weltcup-Skirennen der Extraklasse.

In der Nacht von Montag (8.1.) auf Dienstag (9.1.) hatte ein massiver Föhnsturm mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 km/h das Lauterbrunnental und Wengen heimgesucht. Verschiedene Infrastrukturen für die Gäste der Internationalen Lauberhornrennen wurden dabei zerstört. Am grössten waren die Schäden auf der Wengeneralp: Der Bereich „Goldcard“ auf Girmschbiel war nahezu vollständig zerstört. Sehr grosse Schäden gab es zudem am neuen Hospitality-Zelt am Canadien Corner.

Eine Analyse der Situation auf den Rennstrecken zeigte folgendes Bild: Das Drahtseil des massiven A-Sicherheitsnetzes am Hundschopf wurde durch den Sturm zerstört. Weiter fehlten verschiedene B-Netze und weitere Sicherungsmassnahmen für die Fahrer (sogenannte Airfences).

Unermüdlicher Helfereinsatz
Dank dem grossartigen Einsatz von Militär, Zivilschutz und vielen freiwilligen zivilen Helfern, konnte die Infrastruktur innerhalb kürzester Zeit soweit wiederhergestellt werden, dass ab Mittwoch Abfahrtstrainings und vor allem an den Wochenenden wunderbare Skirennen im Rahmen des Audi FIS Ski Weltcups stattfinden konnten. Die Veranstalter richten ein grosses „Merci“ an die insgesamt 63‘500 Zuschauer. Sie reisten an den drei Renntagen nach Wengen und dankten damit ihrerseite den zeitintensiven und kräfteraubenden Einsatz der Helfer.


Der Dank für harte Arbeit
Der grösste Dank kam indes von keinem geringeren als Beat Feuz. Der Emmentaler lancierte mit seinem Sieg am Samstag in der Abfahrt das Skifest so richitg. Dies nachdem in der Alpinen Kombination am Freitag ein Jahr nach dem Sensationserfolg von Nils Hintermann erneut Aussenseiter den Ton angaben. Der Franzose Victor Muffat-Jandet gewann vor dem noch überraschenderen Russen Pawel Trikhichev und dem Südtiroler Peter Fill.

Am Sonntag schloss ein grossartiger Marcel Hirscher eine der letzten Lücken in seinem Palmares. Noch nie konnte er zuvor in Wengen reüssieren. Bis an ebendiesem Sonntag im Januar 2017. Hirscher gewann den Slalom am legendären, steilen Hang in Wengen und dies sogleich mit fast einer Sekunde vorsprung auf seinen ständigen Rivalen Henrik Kristoffersen.